Anonim

Der Beratende Ausschuss für Immunisierungspraktiken (ACIP) hat gerade seinen Impfplan für Kinder und Jugendliche für 2020 veröffentlicht. Die neuen Empfehlungen enthalten eine Reihe von Änderungen, die für diejenigen von uns wichtig sind, die sich um Kinder kümmern.

Hier sind die Highlights:

Tabelle 1. Der in Tabelle 1 aufgeführte reguläre Immunisierungsplan enthält mehrere Änderungen:

  • Hepatitis A hat sich geändert und ist jetzt ein empfohlener Nachholimpfstoff für alle Personen im Alter von 2 bis 18 Jahren. In der vorherigen Empfehlung wurde angegeben, dass der Impfstoff auf Wunsch für ältere Kinder in Betracht gezogen werden sollte.

  • Die erläuternde Sprache im Abschnitt "Hinweise" für Impfstoffe gegen Meningokokken der Serogruppe B besagt nun, dass die Entscheidung zur Verabreichung des Impfstoffs an Jugendliche "ohne erhöhtes Risiko" durch gemeinsame Entscheidungen und nicht ausschließlich im Ermessen des Anbieters getroffen werden sollte.

Tabelle 2. Der in Tabelle 2 aufgeführte Nachholplan stellt nun klar, dass die Nachholempfehlungen für Meningokokken-Impfstoffe nur für Serogruppen-ACWY-Impfstoffe gelten.

Tabelle 3. In dieser Tabelle sind die Indikationen und Kontraindikationen für jeden einzelnen Impfstoff in bestimmten speziellen Populationen klar aufgeführt. Diese Tabelle ist immer eine Überprüfung wert, insbesondere bei der Verabreichung von Lebendvirus-Impfstoffen. Beispielsweise werden abgeschwächte Lebendimpfstoffe gegen Influenza, MMR und Varizellen bei schwangeren Frauen und ausgewählten anderen Patienten mit potenziell immungeschwächten Erkrankungen nicht empfohlen / kontraindiziert.

In Tabelle 3 sind alle Impfstoffindikationen und Kontraindikationen aufgeführt für:

  • Schwangerschaft;

  • Immungeschwächte Patienten (einschließlich Patienten mit HIV);

  • Patienten mit Nierenversagen oder Nierenerkrankungen im Endstadium, Herzerkrankungen oder chronischen Lungenerkrankungen;

  • Patienten mit Erkrankungen, die das Risiko einer Infektion des Zentralnervensystems erhöhen, wie z. B. ein Leck der Liquor cerebrospinalis oder ein Cochlea-Implantat;

  • Patienten mit Splenektomie oder Komplementmangel; und

  • Patienten mit chronischer Lebererkrankung oder Diabetes.

Notizen Tabelle. Diese Tabelle enthält ausführliche Anleitungen für jeden Impfstoff, einschließlich Hinweisen zum Aufholen, zu Kontraindikationen und zur Verabreichung des Impfstoffs an spezielle Bevölkerungsgruppen. Einige Highlights:

  • Denken Sie daran, dass die endgültige (fünfte) Dosis von DTaP nicht benötigt wird, wenn die vierte Dosis nach dem 4. Lebensjahr des Kindes und mit einem angemessenen Auffrischungsintervall von mindestens 6 Monaten nach der dritten Dosis verabreicht wurde.

  • Kinder ab 5 Jahren benötigen keinen Nachholbedarf für den Impfstoff gegen Haemophilus influenzae Typ B, es sei denn, sie haben ein hohes Risiko.

  • In einigen Populationen kann eine Hepatitis-B-Impfung erforderlich sein, einschließlich Säuglingen von Müttern, die positiv auf Hepatitis-B-Oberflächenantigen waren, Hämodialysepatienten oder anderen Patienten mit immungeschwächten Erkrankungen.

  • Eine nach dem 1. April 2016 verabreichte orale Polio-Dosis sollte für keinen Patienten gezählt werden.

  • Schließlich - und dies kann eine große Erleichterung für pädiatrische Anbieter sein - ermöglichen die aktualisierten Leitlinien eine bessere Austauschbarkeit zwischen Tetanus- und Pertussis-haltigen Impfstoffen. DTaP-Impfstoffe, die versehentlich Kindern über 7 Jahren anstelle eines geeigneten Tdap-Impfstoffs verabreicht werden, können zu Nachholzwecken auf die Gesamtzahl der Impfstoffe angerechnet werden. Diese Kinder sollten jedoch weiterhin einen Tdap-Booster erhalten. Das heißt, jeder Jugendliche, der nach dem 10. Lebensjahr DTaP erhält, kann es ebenfalls als Booster für Jugendliche zählen und muss nicht auch Tdap erhalten.

William T. Basco, Jr., MD, MS, ist Professor für Pädiatrie an der Medizinischen Universität von South Carolina und Direktor der Abteilung für Allgemeine Pädiatrie. Er ist ein aktiver Forscher im Gesundheitswesen und hat mehr als 60 Manuskripte in der Fachliteratur veröffentlicht.

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