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Herausforderung mit Tabakrauch aus der Umwelt verschlimmert allergische Atemwegserkrankungen beim Menschen

Diaz-Sanchez D, Rumold R, Gong H.

J Allergy Clin Immunol. 2006; 118: 441 & ndash; 446

Diese Autoren weisen darauf hin, dass die Prävalenz allergischer Atemwegserkrankungen in den letzten 200 Jahren besorgniserregend gestiegen ist. Es gab eine Reihe möglicher Erklärungen für diese Beobachtung, von denen sich keine als wahrscheinlichster Schuldiger herausgestellt hat. Der Anstieg der Prävalenz allergischer Erkrankungen kann auch auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen sein. Zu den für diesen Trend vorgeschlagenen Erklärungen gehören die Exposition gegenüber Verschmutzung im Innen- und Außenbereich, Ernährungsfaktoren, Infektionen bei Kindern, Allergenwerte (wie Hund, Katze und Hausstaubmilbe) und andere Faktoren.

Diese randomisierte, placebokontrollierte Crossover-Studie verwendete 19 nicht rauchende Freiwillige mit Ragweed-Allergie, die sich einer Nasenspülung unterzogen, gefolgt von einer kontrollierten Exposition gegenüber Tabakrauch (ETS) oder sauberer Luft in einer Challenge-Kammer. Die Probanden erhielten zufällig eine sofortige nasale Exposition entweder mit Ragweed-Allergen oder Placebo. Sie führten dann 10 Minuten, 24 Stunden und 4 und 7 Tage nach der Exposition eine Nasenspülung durch. Anschließend wurden Immunglobulin E (IgE), Zytokine und Histamin gemessen. Nachfolgende Herausforderungen wurden mindestens 6 Wochen nach der ersten Herausforderung beabstandet.

Die Autoren fanden heraus, dass ETS die Produktion von IgE in Nasenspülflüssigkeit fördert. Vier Tage nach der Exposition gegenüber ETS und Ragweed waren die IgE-Spiegel bei denen, die ETS / Ragweed ausgesetzt waren, im Durchschnitt 16, 6-fach höher als bei denen, die normaler Luft und Ragweed ausgesetzt waren. Die ETS / Ragweed-Kombination förderte im Vergleich zur Luft / Ragweed-Kombination auch ein TH2-Cytokin-Milieu. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Studie den ersten experimentellen Beweis dafür liefert, dass Passivrauch allergische Reaktionen bei Menschen verstärken kann, die gleichzeitig Allergenen ausgesetzt sind.

Zigarettenrauch aus zweiter Hand verstärkt die Reaktion auf inhaliertes Allergen in dieser Einstellung und vermutlich auch in anderen Einstellungen. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass der allergische Antikörper IgE in der Nasenspülflüssigkeit trotz nur 2 Stunden Exposition volle 4 Tage zuvor mehr als 16-fach höher ist. Die Auswirkungen dieser Ergebnisse auf das Risiko einer Verstärkung der allergischen Reaktion sind erheblich, insbesondere für diejenigen, die 8 oder mehr Stunden am Tag mit Passivrauchen arbeiten.

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