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Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat das Pipeline Embolization Device (PED; Medtronic) für die zusätzliche Indikation der endovaskulären Anwendung bei der Behandlung kleiner oder mittlerer intrakranieller Aneurysmen zugelassen.

Das Gerät, das den Blutfluss von einem Aneurysma wegleiten soll, ist bereits für die endovaskuläre Behandlung von Erwachsenen mit großen oder riesigen weithalsigen intrakraniellen Aneurysmen in der A. carotis interna vom Felsenbein- zum oberen Hypophysensegment indiziert.

Die neue Indikation umfasst jetzt auch Patienten mit kleinen oder mittleren Weithals-Gehirnaneurysmen auf dem Gebiet vom Felsenbein bis zum Ende der A. carotis interna, berichtet Medtronic.

Die Pipeline Flex-Embolisationsvorrichtung verfügt über ein geflochtenes zylindrisches Netzrohr, das über die Basis oder den Hals des Aneurysmas implantiert wird. Das Gerät unterbricht den Blutfluss zum Aneurysma und rekonstruiert den erkrankten Abschnitt des Muttergefäßes. Es wird auch als "Flussumleitungstherapie" bezeichnet.

Die neue Indikation basiert auf klinischen Daten aus der PREMIER-Studie, die auf der Internationalen Schlaganfallkonferenz 2017 veröffentlicht wurde und 141 Patienten mit einer mittleren Aneurysma-Größe von 5, 0 mm umfasste. Die Ergebnisse zeigten eine 1-Jahres-Okklusionsrate von 76, 7% bei Verwendung von durchschnittlich 1, 1 Geräten pro Patient und ein 2, 2% iges Auftreten eines schweren Schlaganfalls oder eines neurologischen Todes.

Schätzungsweise 500.000 Menschen auf der ganzen Welt sterben jedes Jahr an gebrochenen Gehirnaneurysmen, wobei die Hälfte der Opfer jünger als 50 Jahre ist.

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