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Die französische Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (SFORL) hat im September 2019 Leitlinien für die klinische Praxis zur Anwendung von NSAIDs bei pädiatrischen HNO-Infektionen herausgegeben. [1]

Bei unkomplizierten pädiatrischen HNO-Infektionen wie akuter Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Infektionen der oberen Atemwege und Sinusitis maxillaris sind nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAIDs) in analgetischen Dosen (z. B. Ibuprofen 20-30 mg / kg / Tag) in Kombination mit angezeigt Paracetamol unter folgenden Umständen:

  • Die Schmerzintensität wird als mittel bestimmt (dh ein visueller Analogskalenwert [VAS] von 3-5 oder ein "Evaluation Enfant Douleur" [EVENDOL] -Kinderschmerzwert von 4-7) und reagiert nicht ausreichend auf Paracetamol der ersten Linie (Rest) VAS ≥3 oder EVENDOL ≥4)

  • Die Schmerzen sind mäßig bis stark (VAS-Punktzahl 5-7 oder EVENDOL-Punktzahl 7-10).

In Kombination sollten Paracetamol und Ibuprofen alle 6 Stunden gleichzeitig eingenommen werden.

NSAIDS sollten pädiatrischen Patienten mit schweren oder komplizierten HNO-Infektionen nicht verschrieben werden.

NSAIDs sollten bei Patienten mit Infektionen ausgesetzt werden, die hinsichtlich Dauer oder Symptomen ungewöhnliche klinische Erscheinungsformen aufweisen.

NSAIDs sollten nicht länger als 72 Stunden verabreicht werden.

Weitere Informationen finden Sie unter Akute Otitis Media.

Weitere Richtlinien für die klinische Praxis finden Sie unter Richtlinien.