Anonim

Dies ist die Medscape Neurology Minute. Ich bin Dr. Alan Jacobs. Jüngste Studien von Forschern des Zentrums für translationale Neuromedizin der Universität von Rochester haben den Schlaf als eine Zeit impliziert, in der sich das Gehirn von toxischen Molekülen reinigt. Ihre Studien betreffen das glymphatische System, ein Sanitärsystem, das sich während des Schlafes öffnet und die Liquor cerebrospinalis (CSF) schnell durch das Gehirn fließen lässt. Zunächst injizierten die Forscher Farbstoff in den Liquor von Mäusen und überwachten dessen Fluss durch gleichzeitige Überwachung der elektrischen Gehirnaktivität. Der Farbstoff floss schnell, wenn die Mäuse bewusstlos waren (schliefen oder betäubt wurden) und der Zwischenraum um 60% größer wurde, während im Wachzustand der Mäuse nur sehr geringe Veränderungen auftraten. Als nächstes injizierten die Forscher den Mäusen markiertes Beta-Amyloid und stellten fest, dass es im Schlaf schneller aus ihrem Gehirn verschwand als im Wachzustand. Diese Ergebnisse legen den Forschern nahe, dass der Schlaf normalerweise toxische Moleküle aus dem Gehirn entfernt und dass die Regulierung des glymphatischen Systems neue Ziele für die Behandlung einer Reihe von neurologischen Störungen bringen könnte. Dies war die Medscape Neurology Minute. Ich bin Dr. Alan Jacobs.

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